Unternehmen

Personalentwicklung und Fachkräftesicherung im KMU
Der demographische Wandel hat sich bereits mit nachhaltigen Auswirkungen in der gesamten Gesellschaft abgezeichnet. Auch in der Beton- und Fertigteilindustrie hat der Wandel seine Spuren hinterlassen, wo bereits heute viele der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten zwischen 40 und 55 Jahre oder älter sind. Dieser Trend wird sich auch in den nächsten Jahren verstärkt fortsetzen. Die Zahl der potentiellen Nachwuchskräfte wird immer rückläufiger, denn die Schulabgängerzahlen schrumpfen tendenziell, nicht nur in den neuen Bundesländern.
 
Damit wird sich der Wettbewerb um qualifizierte Beschäftigte auch für die Beton und Fertigteilindustrie weiter verschärfen. Der Fachverband Beton- und Fertigteilewerke Sachsen/Thüringen e. V. unterstützt seine Mitgliedsunternehmen dem demographischen Wandel entgegen zu wirken.
 
Im wesentlichen gibt es folgende drei Ansatzpunkte um ein Unternehmen langfristig vorzubereiten:
 
  • eine langfristige Analyse der Altersstruktur der Beschäftigten im Unternehmen
  • kontinuierliches Engagement in Sachen Ausbildung
  • die verbesserte Nutzung vorhandener personeller Ressourcen


Eine Hilfestellung in Sachen Fachkräftebedarf und Demographie-Check bieten u. a. der BBS mit einem Fachkräfteleitfaden, die Bundesregierung mit Ihrem Fachkräfte-Portal sowie das Institut der deutschen Wirtschaft Köln in Ihrem Kompetenzzentrum an. 

Möglichkeiten der Azubi-Suche für Sachsen

Vom 12. - 17. März 2018 findet nun schon zum zwölften Mal die „SCHAU REIN! – Woche der offenen Unternehmen Sachsen“ statt. Sächsische Unternehmen sind aufgerufen, ihre Türen zu öffnen und Schülern Berufe, Tätigkeitsprofile und Arbeitsabläufe vorzustellen. Zum Beispiel bei Betriebserkundungen, in Gesprächen mit Azubis und Mitarbeitern und durch das Ausprobieren von Arbeitstätigkeiten.

SCHAU REIN! bietet Unternehmen die besondere Gelegenheit, frühzeitig in Kontakt mit potentiellen Nachwuchskräften zu treten und Interesse für Ausbildungen und duales Studium zu wecken.

Die Teilnahme an SCHAU REIN! bietet Unternehmen viele Vorteile:

  • Die Eintragung des Angebotes auf der Plattform und das Buchungsmanagement sind kostenlos.

  • Die Jugendlichen wählen die Angebote nach ihren eigenen Vorlieben, somit besuchen nur interessierte Schüler den Betrieb.

  • Für den Besuch der Angebote werden die Schüler vom Unterricht freigestellt und sind für die Zeit von SCHAU REIN! über ihre Schule versichert.

  • Durch die kostenlose SCHAU-REIN!-Fahrkarte können Schüler aus allen Teilen Sachsens zu jedem gewünschten Angebot fahren.

Entscheidend ist, dass die Unternehmen ihre Angebote rechtzeitig bekannt machen. Ab 1. September 2017 können die Angebote auf www.schau-rein-sachsen.de online eingestellt werden. Wünscht ein Unternehmen Beratung und Unterstützung bei der Vorbereitung der Veranstaltung, stehen regionale Ansprechpartner zur Verfügung. Die Kontakte sind auf der Homepage zu finden. Außerdem gibt es dort nützliche Tipps und Hinweise für die Gestaltung eines SCHAU-REIN!-Angebotes.

Angebote, die bis zum 15.12.2017 online sind, werden zusätzlich im SCHAU-REIN!-Magazin veröffentlicht. Die Broschüre wird im Januar 2018 direkt an Schüler und Eltern ausgegeben.

Möglichkeiten der Azubi-Suche bundesweit

Am 26. April 2018 ist wieder Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag! Deutschlandweit laden Betriebe, Unternehmen und Organisationen an diesem Donnerstag Schülerinnen ab Klasse 5 ein, um Berufe in Handwerk, Technik, IT und Naturwissenschaften zu erkunden. 

Seit 2001 haben mehr als 1,8 Millionen Mädchen am Girls’Day teilgenommen. Mit Erfolg: 40 Prozent der Mädchen möchten in dem am Girls’Day kennengelernten Beruf ein Praktikum machen oder eine Ausbildung beginnen. Rund ein Drittel der Unternehmen, die mehrfach am Girls’Day aktiv waren, haben Bewerbungen von ihren ehemaligen Girls’Day-Teilnehmerinnen erhalten. Die Evaluationsergebnisse zeigen außerdem: Mädchen finden naturwissenschaftliche und technische Berufe besonders ansprechend, wenn sie erleben, dass Tätigkeiten in diesen Berufen Spaß machen, abwechslungsreich sind und mit Menschen zu tun haben. Seien Sie dabei, wenn Mädchen ihre Talente entdecken! Machen Sie mit beim Girls’Day 2018 und nutzen Sie die Potenziale der jungen Frauen für Ihr Unternehmen oder Ihre Organisation!

Wichtig dabei: Für Schülerinnen sollen an diesem Tag insbesondere Berufe in Technik, IT, Handwerk und Naturwissenschaften im Fokus stehen, für Schüler Berufe im sozialen, erzieherischen oder pflegerischen Bereich - in den Bereichen also, in denen das jeweilige Geschlecht aufgrund von gesellschaftlichen Stereotypen bislang noch unterrepräsentiert ist.

Alle Beteiligten bitten wir, ihre Aktivitäten auf dem

 

Girls'Day-Radar (www.girls-day.de/radar)

 

einzutragen. Wir stehen Ihnen dabei gerne unterstützend zur Seite.

Berufsausbildung
Meisterausbildung
Ferdinand-von-Steinbeis-Schule in Ulm
FBB_Meisterbroschüre.pdf (859,8 KiB)

Betonstein- und Terrazzoherstellermeister / Meister der Betonsteinindustrie

Die Meisterschule ist eine einjährige Vollzeitschule über ca. 38 Wochen. In dieser Zeit wird auch das Meisterstück gefertigt. Das 1. Semester beginnt im Januar, am Ende des 2. Semesters (im Dezember) können die Meisterprüfungen vor den Prüfungskommissionen der Kammern in Ulm abgelegt werden. Der Theorie- und Praxisunterricht findet an ca. 40 Stunden pro Woche statt.

 

BetonQuali - Weiterbildungskonzept für Geringqualifizierte aus der Betonbranche
WeGebAU - Weiterbildung mit Förderung von Geringqualifizierten und beschäftigte ältere Arbeitnehmer in Unternehmen
WeGebAU (Abkürzung für Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen) ist eine Weiterbildungsinitiative der Bundesagentur für Arbeit. Seit 2006 gibt es von der Agentur für Arbeit unter dem Namen WeGebAU Subventionen zur Förderung der beruflichen Qualifizierung für Geringqualifizierte und ältere Arbeitnehmer in Unternehmen.
 
Wer wird gefördert?
 
Mit diesem Programm der Bundesagentur für Arbeit können Aus- und Weiterbildungen im Rahmen bestehender Arbeitsverhältnisse gefördert werden. Voraussetzung für die Förderung einer Ausbildung ist, dass sie mindestens zwei Jahre dauert und zu einem staatlich anerkannten Abschluss führt. Der/die geförderte Arbeitnehmer/-in muss geringqualifiziert sein. Dies bedeutet, dass entweder kein verwertbarer Berufsabschluss vorliegt oder der/die Arbeitnehmer/-in mindestens vier Jahre in einer un- oder angelernten Tätigkeit gearbeitet hat.
 
Zielgruppe:
 
Zielgruppe des Programms sind geringqualifizierte Beschäftigte und Beschäftigte in kleinen und mittleren Unternehmen. Gefördert werden können Personen, die von ihren Arbeitgebern für die Dauer einer Qualifizierung unter Fortzahlung des Arbeitsentgelts freigestellt werden. Unter bestimmten Voraussetzungen kann dem Arbeitgeber ein Arbeitsentgeltzuschuss gewährt werden.
 
Förderfähige Personengruppen sind:
 
  • Geringqualifizierte Mitarbeiter gemäß § 81 Absatz 2 SGB III, die entweder über keinen Berufsabschluss nach dem Berufsbildungsgesetz verfügen, kein Studium erfolgreich abgeschlossen haben oder seit mindestens vier Jahren eine ungelernte Tätigkeit ausüben, die üblicherweise keine Berufsausbildung erfordert. Hier können neben den Maßnahmekosten auch ein Teil der Lohnkosten für den Arbeitgeber erstattet werden (sogenannter Arbeitsentgeltzuschuss gemäß § 81 Absatz 5 SGB III).
 
  • Mitarbeiter gemäß § 82 SGB III, die mindestens 45 Jahre alt und in einem Unternehmen beschäftigt sind, welches weniger als 250 Mitarbeiter im Gesamtunternehmen beschäftigt (sogenannte Kleine und mittlere Unternehmen - KMU). Teilzeitbeschäftigte werden anteilig ihres Stundenvolumens berücksichtigt. Hier spielt die mitgebrachte Qualifikation keine Rolle. Hier können nur die Maßnahmekosten gewährt werden.
 
  • Ab dem 1. April 2012 können auch qualifizierte Mitarbeiter unter 45 Jahren gefördert werden - allerdings nur, wenn die Lehrgangskosten mindestens zur Hälfte vom Arbeitgeber übernommen werden und nur wenn die Weiterbildungsmaßnahme vor dem 31. Dezember 2019 beginnt (§ 131a SGB III).
Weiterbildungsförderung in Sachsen

Mit der Förderung können sowohl Unternehmer bzw. Selbstständige als auch Beschäftigte, Auszubildende, dual Studierende, Werkstudenten und Praktikanten, Mitarbeiter in Elternzeit und sogar Arbeitslose mit einer Einstellungszusage an Maßnahmen der betrieblichen Weiterbildung teilhaben. Dabei werden in der Regel 50 Prozent der Weiterbildungskosten durch einen Zuschuss gefördert. Eine Ausnahme betrifft die Gruppe der Azubis, Ü50 Arbeitnehmer und Arbeitnehmer ohne Berufsabschluss. Diese werden bis zu 70 Prozent gefördert.

 

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